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Biomethangas treibt Traktor an

Eine Premiere hat es diese Woche beim Agratec Landtechnikzentrum in Salching gegeben: Der erste in Serie produzierte T6.180 Biomethangastraktor von New Holland wurde dort diese Woche unter großem Publikumsinteresse vorgeführt.

Deutschland ist einer der wichtigsten Märkte für diesen neuen Traktor, denn mit mehr als 10000 Biogasanlagen werden künftig viele Betriebe in der Lage sein, ihren eigenen alternativen Kraftstoff zu erzeugen. Die Produktion von Biomethan als alternativer Kraftstoff erlebt gerade einen Boom. So wird der Anteil von Biomethan an den über 800 CNG-Tankstellen in Fachkreisen auf über 80 Prozent geschätzt. Ein Kraftstoff, der aus Reststoffen entsteht, kann einen erheblichen Anteil zur Reduzierung der CO2-Emissionen beitragen. Abhängig von den Reststoffen für die Biogasanlagen kann dieser Kraftstoff CO2-neutral oder sogar CO2-negativ sein.

Der New Holland T6.180 Methane Power ist nach Herstellerangaben aber nicht nur bei der CO2-Bilanz der absolute Star, sondern weist auch die geringsten Emissionswerte auf. Der neue T6.180 Methane Power erreicht mit einem einfachen Drei-Wege-Katalysator, ohne Abgasrückführung, ohne Partikelfilter und ohne Abgasnachbehandlung, gegenüber der neuesten Stufe V für Dieselmotoren folgende Reduktionen: 99 Prozent weniger PM (Partikel), 70 Prozent weniger NOX (Stickoxide), 90 Prozent weniger CO (Kohlenmonoxid), 90 Prozent weniger HC (Nicht-Methan- Kohlenwasserstoffe).

Für den T6.180 Methane Power wurde eigens ein 6–Zylinder-CNG Motor mit 6,7 Liter Hubraum, 158 PS Maximalleistung und 175 PS EPM-Leistung entwickelt. In puncto Leistung, Drehmoment und Agilität steht er seinem Dieselpendant in nichts nach, doch er läuft wesentlich ruhiger und leiser. Vor allem Betreiber von Biogasanlagen, die bereits eine Gasaufbereitung haben und ihr Methangas auf dem Kraftstoffmarkt anbieten, haben großes Interesse an dem innovativen und zukunftsträchtigen Fahrzeug, so die ersten deutschlandweiten Erfahrungen. Das Fahrzeug ist zwar rund 30 Prozent teurer als ein entsprechender mit Diesel betriebener Traktor, allerdings gibt es eine spezielle Förderung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Sie hilft bei der Anschaffung des hocheffizienten „Arbeitstieres“ und trägt sofort zur Kostensenkung bei. Bis zu 40 Prozent der Kosten werden bezuschusst, weitere Fördermaßnahmen warten bei der Aufrüstung der Biogasanlage.

Quelle: Straubinger Tagblatt

veröffentlicht am 10.09.2021

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